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Vorsorge gegen und Behandlung von Thrombose
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Verfasst am Saturday, 21.05.2005 |
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Unter welchen Umständen sollte Warfarin prophylaktisch bei PNH gegen Thrombose verabreicht werden?
Mit dem ersten Auftreten einer Thrombose als Komplikation ist für einen PNH-Patienten eine deutliche Verschlechterung seiner Gesundheit als auch eine ungünstigere weitere Prognose verbunden.
In einigen Fällen von abdominaler Thrombose wurde gezeigt, dass der Thrombus (Blutgerinnsel) effektiv mit Hilfe eines Gewebe-Aktivators Plasminogen aufgelöst werden konnte. Nachdem eine Thrombose auskuriert ist, sieht die Standardbehandlung eine dauerhafte vollkommene Antikoagulation (medikamentöse Blutverdünnung) vor.
In Anbetracht des Risikos einer Thrombose und der damit verbundenen Einschränkung von Aussichten und Lebensqualität sollte für ausgewählte Patienten eine Thrombose-Prophylaxe noch vor dem ersten Auftreten in Betracht gezogen werden.
Hall et al haben kürzlich (2003) Ergebnisse einer Untersuchung vorgestellt, bei der 39 Risikopatienten für Thrombose, die prophylaktisch mit dem Antikoagulans Warfarin behandelt wurden, 56 Patienten mit vergleichbar fortgeschrittenen PNH-Klon gegenübergestellt wurden, bei denen keine prophylaktische Behandlung stattfand.
Dabei stellte sich innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren heraus, dass 36.5% der unbehandelten Patienten einen Thrombose-Vorfall hatten, während in der Gruppe der mit Warfarin behandelten Patienten alle davon verschont blieben, was statistisch signifikant ist.
Jedoch erfuhren zwei der mit Warfarin behandelten eine Hemorrhage (Blutung), in deren Folge einer starb (Hirnblutung ).
Obwohl es sich um eine retrospektive Studie handelt, und die Auswahl der Patienten für beide Gruppe nicht randomisiert (zufallsbedingt) war, suggerieren die Resultate eine Auswirkung der primären Prophylaxe. Die Daten sprechen für sich, zumal sich in der Warfarin-Gruppe Patienten mit einem ursprünglich höheren Risiko für Thrombose befunden haben sollten, da man sonst keine Prophylaxe vorgenommen hätte.
Daher sollte in Erwägung gezogen werden, PNH-Patienten mit einem PNH-Klon von mehr als 50% auf den Neutrophilen, einer größeren Thrombozytenzahl als 100000 pro µl und keiner Kontraindikation für das Medikament eine Warfarin-Prophylaxe zu empfehlen.
Über weitere Medikamente bei PNH gegen Verklumpung der Plättchen wie Aspirin oder Clopidogrel sind gegenwärtig keinerlei Studien bekannt.
Quelle: “ Immune-Mediated Hemolytic Anemia”
Peter Hillmen, Leeds General Infirmary, Great George Street, Leeds, UK,
Hematology 2004, American Society of Hematology, p. 51.
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