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Eculizuzmab - Hintergründe zur Shepherd-Studie
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Verfasst am Tuesday, 17.05.2005 |
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Seit geraumer Zeit laufen Studien des Unternehmens Alexion zur Wirksamkeit von Eculizumab für PNH-Patienten.
Wie ist der Stand der Entwicklung?
Wann ist mit einer Zulassung zu rechnen?
Wie wirkt Eculizumab? - Eculizumab-Studie (Hintergruende)
Alexion Pharmaceuticals leitet "SHEPHERD"-Studie ein, die dritte Studien-Phase von Eculizumab für Paroxysmal Nocturnal Hemoglobinuria (PNH) Patienten
Alexion Pharmaceuticals hat heute angekündigt, das die Phase III der Studie (SHEPHERD) für Patienten mit der chronischen Blutkrankheit PNH eingeleitet wurde. Zusammen mit der zentralen TRIUMPH-Studie zur Wirksamkeit von Eculizumab bildet die SHEPHERD-Studie die dritte Phase des PNH-Programms, welches mit der FDA (Food and Drug Administration www.fda.gov) abgestimmt wurde, um die BLA-Zulassung (Biologigs License Application) des Medikamentes bei PNH-Indikation zu erhalten.
Das primäre Ziel der SHEPHERD Studie besteht darin, die zusätzliche Sicherheit bei der Anwendung von Eculizumab für transfusionsabhängige Patienten nachzuweisen. Die Studie wird durch keine Placeboproben kontrolliert und in mehreren Zentren international durchgeführt. Sie findet erwartungsgemäß mit 75 Patienten in Kanada, USA, Australien und Europa über eine Laufzeit eines halben Jahres statt, so dass Resultate in der zweiten Hälfte 2005 erwartet werden. Patienten werden während der 6 Monate nach dem SHEPHERD-Protokoll behandelt und anschließend auch weiterbehandelt.
Im November 2004 hatte Alexion mit dem Beginn der TRIUMPH-Studie die Phase III der Wirksamkeitsprüfung von Eculizumab eingeleitet. TRIUMPH ist eine zufallsbasierte Doppelt-Blindstudie, bei der mit Placebos gearbeitet wird, und weder Arzt noch Patient wissen, ob ein Placebo verabreicht wurde. Sie läuft international mit 75 Patienten in Kanada, USA, Australien und Europa über eine Therapiezeit eines halben Jahres und einer vorherigen Observationszeit mit Anschlussmöglichkeit der Teilnehmer an weiteren Therapie-Studien.
Ergebnisse zur ersten aus der Reihe (Studie I) mehrerer Studien zur Wirksamkeit von Eculizumab vom 05.02.2004 wurden im „New England Journal of Medicine“ publiziert. Die Studien wurden an zwei Zentren in England über einen Zeitraum von drei Monaten mit insgesamt elf Patienten durchgeführt.
Es zeigte sich, dass mit Eculizumab behandelte Patienten eine deutlich geringere Zerstörung Roter Blutkörperchen (Hämolyse) aufwiesen als vorher: so fiel der mittlere LDH-Wert (Laktatdehydrogenase) von 3111 Einheiten (IU) pro Liter auf weniger als 594 IU pro Liter (P=0.002), und die Population roter PNH Blutkörperchen nahm von 36.7% auf fast den doppelten Wert, 59.2%, (P=0.005) zu, was bedeutet, dass GPI-defiziente PNH-Zellen gegenüber dem Immunsystem wesentlich beständiger geworden sind.
Aufgrund der geringeren Hämolyse nahm die Transfusionsrate pro Patient von monatlich 1.8 Einheiten auf 0.0 Einheiten ab (P=0.03). Hämolytische Krisen (Hämoglubinurie) konnten um 96% reduziert werden (P<0.001) und die in Form eines Standardfragebogen erhobene Lebensqualität der Patienten nahm deutlich zu. Insgesamt machte Eculizumab einen sicheren Eindruck und war gut verträglich.
„Wir sind erfreut, die zügige Entwicklung von Eculizumab in der vorgegebenen Indikation weiter vorantreiben zu können, indem wir an die TRIUMPH-Studie sofort die SHEPHERD-Studie anschließen konnten.“, meint Leonard Bell, M.D., leitender Angestellter bei Alexion, „In Anbetracht des Nachholbedarfs der Versorgung von PNH-Patienten sind wir bestrebt, die Eintragung und die ersten 6 Behandlungsmonate von SHEPHERD und TRIUMPH noch 2005 abzuschließen. Wir sind davon überzeugt, dass ein erfolgreicher Studienverlauf ein aussichtsreicher Ausgangspunkt ist, die Lizenzverhandlungen für Eculizumab bei PNH-Erkrankung in USA und Europa einzuleiten.“
Falls Eculizumab für PNH zugelassen werden wird, handelt es sich dabei um das erste entzündungshemmende Medikament, dessen Wirkung auf der Unterdrückung der Komplement-Terminal Wechselwirkung beruht und damit auch um das erste Medikament dieser Art, das PNH-Patienten zur Verfügung steht. Dabei wurde erst im Dezember 2003 grünes Licht von Seiten der FDA und der Europäischen Agentur zur Prüfung medizinischer Produkte erteilt, die Studien von Eculizumab aufzunehmen.
PNH ist eine Blutmissbildung, die mit einer schweren Anämie, chronischer Müdigkeit (Fatigue) sowie Phasen roter Urinbildung (Hämoglubinurie) einhergeht, welche das Ergebnis von Hämolyseschüben sind. Zusätzlich droht PNH-Patienten ein erhöhtes Risiko der Bildung von Blutklumpen (Thrombosen), welche 50% der Todesursache bei der Krankheit ausmachen. PNH-Betroffene sehen sich damit konfrontiert, dass spezielle Oberflächenproteine des Blutes defekt sind, welche die Zellen unter normalen Umständen vor dem Komplementsystem – einem spezifischen Teil des Immunsystems – schützen. Rote Blutkörperchen (Erythrozyten), welche ungenügend oder gar keine komplementschützende Oberflächenproteine (auch GPI-Proteine genannt) aufweisen, sind einem Angriff des eigenen Immunsystems schutzlos ausgesetzt und werden davon zerstört (Hämolyse). Dadurch nimmt der Anteil des nutzbaren Hämoglobins ab, wodurch die Patienten anämisch werden. In einigen Fällen sind PNH-Patienten transfusionsabhängig, d.h. die fehlenden Erythrozyten müssen durch Blutkonserven ersetzt werden.
Derzeit werden Steroide wie Kortison verschrieben oder imunsuppressive Therapien angewendet, um die Symptome von PNH abzumildern, doch dabei handelt es sich nicht um Medikamente, die spezifisch für PNH sind. In den USA rechnet man gegenwärtig mit zwischen 2000 und 10000 PNH-Patienten.
Stand:
10.01.2005
Ergebnisse der Shepherd-Studie (Phase I) sind unter Auswertung der Eculizumab-Studie (Shepherd I) aufgeführt..
Kontakte: Alexion Pharmaceuticals, Inc. Leonard Bell, M.D. Chief Executive Officer (203) 272-2596 Euro RSCG Life NRP Robert Stanislaro (Media) (212) 845-4268 Rx Communications Rhonda Chiger (Investors) (917) 322-2569
Alexion Pharmaceuticals, Inc.
Quelle: Quellenangabe
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