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AA - Behandlung

Welche Behandlungsarten stehen bei Aplastischer Anämie zur Verfügung?

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Transplantationsarten

Je nach Konditionierung des Empfängers vor der Transplantation und der Herkunft des Spendermaterials unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Transplantationsarten.

  1. Knochenmarktransplantation (KMT oder BMT)
    Hier wird dem Spender das Knochenmark mit den darin enthaltenen Stammzellen direkt aus dem Knochen entnommen. Die stationär durchgeführte Knochenmark-Entnahme findet unter Vollnarkose statt, so dass der Spender allenfalls an der Einstichstelle im Nachhinein leichte Schmerzen verspürt. Dabei wird ungefähr ein Liter Knochenmark/ Blutgemisch aus dem Beckenknochen abgesaugt (Aspiration). Es bildet sich binnen weniger Wochen vollständig nach.
  2. Periphere Stammzellen Transplantation (PSCT)
    Die Stammzellen werden beim Spender direkt aus dessen peripheren (venösen) Blut gefiltert, nachdem er fünf Tage lang ambulant mit hämatopoetischen Wachstumsfaktoren (u.a. Zytokinen) zur Anregung der Stammzellenmobilität vorbehandelt wurde. Mit Hilfe eines Zellseparators werden die Stammzellen aus dem Blut gefiltert.
    Die peripheren Stammzellen erscheinen bei Leukämiepatienten genauso effektiv wie die direkt aus dem Knochmark gewonnenen. Bei AA könnte nach wie vor ein geringfügiger Vorteil bei den Knochenmarkstammzellen liegen.
  3. Mini Transplantation
    Im Vergleich zu einer konventionellen Transplantation fällt hierbei die Konditionierung als Transplantationsvorbereitung wesentlich schwächer aus, so dass anfangs Stammzellen des Patienten mit gespendeten im Knochenmark koexistieren können. Dadurch verringern sich die Risiken einer schweren GVHD. Vor allem bei älteren Patienten oder jüngeren, bei der vorgehende Therapien gescheitert sind, kommt diese Therapieform zum Einsatz. Mini Transplantationen befinden sich noch in einer experimentellen Phase.
  4. Nabelschnurblut Transplantation
    Neuerdings werden auch Stammzellen, die aus Nabelschnurblut stammen, zu Transplantationszwecken bei AA eingesetzt. Nabelschnurblut wird unmittelbar nach der Geburt gesammelt, bei sehr tiefen Temperaturen eingefroren und später bei Bedarf eingesetzt. Patienten, die Stammzellen aus Nabelschnurblut erhalten sind einem geringeren Risiko ausgesetzt, an GVHD zu erkranken. Da jedoch die Menge des konservierten Blutes gering ist, ist das Gewicht des Empfängers derzeit auf 40 kg begrenzt. Es wird daran gearbeitet, dieses Limit zu erweitern.
  5. Autologe Transplantation
    Neuerdings wurden Transplantationen vorgenommen, bei denen der Empfänger sein eigener Spender ist. Dafür kamen Patienten mit gesunden eigenen Stammzellen in Frage, die keinen geeigneten Spender gefunden hatten. Hierbei empfängt der Patient nach einer Konditionierung durch eine zytotoxische Chemotherapie kombiniert mit einer Bestrahlung seine zuvor gespendeten Stammzellen. Während bei Leukämiepatienten diese Praxis schon seit geraumer Zeit erfolgreich Anwendung findet, ist sie bei AA-Patienten noch im Experimentierstadium und wird nur in einigen Saaten praktiziert.

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